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Fasten mit Gemüse- und Obstsäften

Nicht einfach, aber wirkungsvoll, Abklärung mit Arzt ggf. notwendig.


Bild: keine Werbung!


Zur Erklärung:

Ich habe eine chronische rheumatische Gelenkerkrankung und entgifte meinen Körper 1-2 Mal im Jahr durch fasten. Ich möchte mit euch im Folgenden meinen Weg der Entgiftung teilen und später auch den Aufbau nach dem Fasten. Vielleicht habt ihr Lust gemeinsam mit mir zu fasten - ich poste meine Fastenzeiten auf FB.

Fasten bedeutet für mich nicht Gewicht zu verlieren, aber nach dem Fasten achte ich sehr darauf, was ich esse, so dass das ggf. ein guter Einstieg ist für bewusstes Essen, falls du den Fokus auf Gewichtsreduzierung legen willst.

Mein Fokus liegt auf der Entgiftung und auf das neue Körper- und Geschmacksgefühl nach dem Fasten - das muss man zumindest einmal im Leben erlebt haben!


Vorbereitung:

  • Planen: Fasten in den Kalender eintragen, man kann auch während des Fastens ausgehen, aber dann nur Wasser oder Tee trinken -> mein Tip: verabredet euch mit Freund:innen und Familie und geht mit ihnen in Lokale, in denen euch das Essen ohnehin nicht schmecken würde :-)

  • Kommunikation: erzählt eurer Familie und Freunden von eurem Vorhaben und bittet um Unterstützung; fasten ist toll, aber es kommen auch schwache schwere Momente - da ist es gut die Unterstützung vom näheren Umfeld zu haben; ihr könnt eure Erfahrungen auch gerne mit mir teilen;

  • Einkauf:

    • Glaubersalz (Natriumsulfat-Decahydrat) oder eine andere Alternative zur Darmentleerung

    • reiner Gemüsesaft ohne Zucker - pro Fasttag 600 ml,

    • reiner Obstsaft ohne Zuckerzusatz - pro Fasttag 100 ml,

    • 250 ml gutes kaltgepresstes Olivenöl und/oder Nussöl (ich habe beides zuhause, weil ich gerne Abwechslung habe)

    • Tee und Wasser (2-3 Liter pro Fastentag)

    • optional: Multivitamintabletten, Calcium- und Magnesiumtabletten (letzteres, wenn ihr, wie ich, während des Fastens auch Sport macht);

    • optional: Meersalz, Ingwer, Kurkuma- und Chilipulver (damit kann man teilweise die Gemüsesäfte würzen)


Durchführung:

  1. Tag: ist ein Scheißtag im wahrsten Sinne des Wortes :-): ich beginne mittags mit dem Glaubersalz nach Anleitung (20 g auf 500 ml Wasser) und dann mache ich es mir zwei bis drei Stunden später auf der Toilette gemütlich mit Buch und Tee; wenn das geschafft ist, dann trinkt weiter viel Wasser!

  2. Tag - bis Ende des Fastens: jeden Tag trinke ich 600 ml Gemüsesaft, 100 ml Obstsaft und 2-3 Liter Wasser und Tee; Toilettengänge sind vermehrt, aber bitte hört nicht auf zu trinken; kommt das Hungergefühl einmal wirklich ganz doll, dann trinke gerne den Obstsaft schon ein wenig früher;

  3. nach 3-4 Tagen sollte eigentlich die Ketose einsetzen, dh. das ist der beste Teil des Fastens, denn das Hungergefühl ist nicht mehr existent; wenn ihr nicht in die Ketose kommt, dann bitte lasst den Obstsaft weg; Zucker/Kohlehydrate verhindern die Ketose;

  4. letzter Tag des Fastens: zu den Flüssigkeiten aus Punkt 2 fügt eine Gemüsebrühe hinzu;

  5. Nach dem Fasten kommt der Aufbau, den ich in ganz unten skizziere;


Wann ist das Fasten zu Ende:


Das ist eine sehr individuelle Entscheidung - in der Rheumaklinik ging die Entgiftung immer 5-7 Tage, ich faste zumeist 10-14 Tage,. Ich höre auf, wenn ich anfange mich körperlich schwach zu fühlen. Ich bekomme regelmäßig Blut abgenommen, dh. mein Fasten wird überwacht. Ich hatte bis dato noch nie schlechte Erfahrungen gemacht, aber alle Körper sind anders, daher seid bitte achtsam mit euch!


Wie läuft der Aufbau?


Nach dem Fasten ist dein Geschmacks-und Geruchsempfinden viel intensiver.

Warum ich das erwähne? Ich kann z.B. nach dem Fasten nicht gleich in ein Restaurant gehen, weil alles versalzen und viel zu intensiv gewürzt schmeckt, aber hier wird jeder Körper wahrscheinlich auch anders reagieren. Der langsame Aufbau nach dem Fasten ist aber auch notwendig, weil das Verdauungssystem während des Fastens heruntergefahren wurde und Zeit benötigt sich langsam wieder an die feste Nahrung zu gewöhnen. Lasst euch mit dem Aufbau Zeit, eine Faustregel wäre der Aufbau dauert halb so lange wie das Fasten.


  1. Tag des Aufbaus: Ich trinke weiter den Gemüsesaft (zirka 300 ml über den Tag verteilt), aber zusätzlich esse ich ein kleines Brötchen, einen saftigen Apfel und trinke eine große Tasse Gemüsebrühe (selbst gekocht, weil Pulversuppe für mich zu intensiv ist; nicht Vegetarier können sich auch eine kräftige Kraftbrühe mit Rinderknochen kochen!). Ich nehme kleine Bissen, kaue alles ganz genüsslich und lasse mir ausgiebig Zeit beim Essen. Ich genieße, was ich schmecke: Süße und Salzigkeit.

  2. Tag des Aufbaus: ich habe mir dann schon mein eigenes Brot gebacken, Rezept veröffentliche ich in einem anderen Blog. Eine Scheibe Brot und Gemüsebrühe sind immer noch meine besten Freunde, sowie ein Apfel und mein Gemüsesaft.

  3. Tag und weitere Tage des Aufbaus: viel Gemüse gedünstet/ gebraten, aber nicht frittiert und reduziert Eiweiß/ Kohlehydrate / Zucker, kein Alkohol.



Lasst mich über Facebook oder über die Kommentare hier wissen, wie es euch ergangen ist und welche Erfahrungen ihr mit dem Fasten gemacht habt.


Ich wünsche dir viel Erfolg und Freude beim Fasten!



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